Erste Nacht im Ranger

Am Samstag haben wir erstmal gecheckt, ob alles den weiten Weg über den Atlantik gut überstanden hat. Alles ist aber an Ort und Stelle und vor allen Dingen heil geblieben. Dann haben wir uns mit Lebensmitteln und allem was man noch so braucht eingedeckt und es ging zur Pine Lodge Campsite. Dort haben wir dann Henny und Michael, die Leidensgenossen mit dem MAN, die auch bis Montag auf das Carnet warten müssen getroffen. Ulli und Ferdinand aus der Schweiz, die gleiches Schicksal teilen, machen sich aus Zeitgründen erstmal auf in den Addo Elephant Nationalpark um dann Sonntag Abend wieder zu uns zu stoßen. Also machten wir uns bei Ziggi’s erstmal einen netten Samstag Abend mit tollen Gesprächen und leckeren Kaltgetränken.

Den Weg zum Ranger haben wir trotz stockdunkler Nacht natürlich trotzdem gefunden :-)))

Sonntag haben wir dann relaxed und noch ein paar Tierbeobachtungen auf dem Campingplatz machen können. Die Esel und die Affen die auch über unsere Campsite liefen, konnten wir in der Schnelle nicht ablichten.

Ankunft des Rangers

Heute ist der große Tag und der Ranger kommt im Hafen von Port Elizabeth an. Wir haben zwischenzeitlich eine Nachricht von Seabridge bekommen, dass wir um 10 Uhr bei der Spedition sein sollen und wir dann gemeinsam zum Hafen fahren.

Und tatsächlich, da sehen wir auch schon „unseren“ Autotransporter Morning Calypso.

Mit uns waren noch zwei weitere Pärchen dabei, die ebenfalls ihre Autos abholen wollten. Die Männer, die gleich als die Fahrer der jeweiligen Autos angesehen wurden, bekamen Sicherheitsschuhe und Warnweste verpaßt, um die Autos in einem abgesperrten Areal auf eventuelle Schäden zu untersuchen.

Alles war in Ordnung und wir konnten nach einer Stunde wieder gehen. Das Carnet (Reisepass fürs Auto) musste noch unterschrieben werden und man würde sich telefonisch bei uns melden, wenn das erledigt ist und das wäre so in zwei bis drei Stunden. This is Africa…. :-))

Wir wurden tatsächlich nach drei Stunden angerufen mit der Mitteilung, das wir unsere Autos abholen könnten, das erforderliche Carnet aber leider erst Montag bekommen würden. Bei der Abstemplung ist ein Fehler passiert und die für die Änderung autorisierten Mitarbeiter haben bereits Feierabend gemacht.

Unglaublich aber da müssen wir uns dran gewöhnen und wir haben zum Glück Zeit, was anderen Mitreisenden leider nicht so geht. Also erstmal die Autos aus dem Hafen bringen.

Die Autos waren für uns alle erstmal das Wichtigste und so wollen wir aus allem das Beste machen und haben uns jetzt einfach zum gemeinsamen Warten ab morgen auf dem tollen Campingplatz Pine Lodge verabredet. Das Wetter soll wieder besser werden, man darf nicht vergessen: hier ist Winter, und es gibt wahrhaftig Schlimmeres!!!

 

Erster Tag Port Elizabeth

Nachdem wir gestern extrem früh eingeschlafen sind, um uns von dem aufregenden Tag zu erholen, haben wir heute in unserem Breakfast Room erstmal fürstlich gefrühstückt.

Danach sind wir los und haben einen ca. 4 km langen Strandspaziergang gemacht, bei dem wir die ersten Tiersichtungen direkt an Strand machen konnten:

Diese Vögel haben wir aus Versehen aufgeschreckt und es gab ein lautes und kreischendes Gezeter in unsere Richtung, obwohl sie sonst recht friedlich aussehen.

Traumhafter Strand nur für uns alleine:

Diese Tree Snake, deren Biss aber angeblich nur eine Maus töten kann, haben wir bei unserer nächsten Rast in der Pine Lodge gesehen.

Da wir vom Strand in die Pine Lodge gekommen sind, wollten wir dann auf der „offiziellen“ Seite wieder raus und stellten fest, dass wir uns mitten auf dem Campingplatz befanden, den wir ursprünglich mit dem Ranger besuchen wollten, wäre er gleichzeitig mit uns angekommen.

So wird man dort verabschiedet. Freundlich und herzlich genauso wie man hier in Südafrika auch bisher überall empfangen wurde.

Hm, dieser Campingplatz ist echt super und in Port Elizabeth (jetzt eigentlich schon: Nelson Mandela Bay Municipality, da man hier weg will vom Britischen) gibt es total viel zu sehen, so dass wir vielleicht das Wochenende noch hierbleiben werden. Denn:   WIR HABEN JA ZEIT!!!!!! :-)))

Ankunft

Pünktlich heute Mittag sind wir gut gelaunt aber auch ein bisschen erschöpft in Port Elisabeth angekommen.

Am Flughafen haben wir uns dann erstmal jeder eine Handykarte für 4 Wochen besorgt.

Dann haben wir ein UBER Taxi gerufen. Stefan hatte die App noch auf seinem Handy von seinem letzten Südafrika Aufenthalt und das ist eine super Sache. Man gibt in die App einfach seine Zieladresse ein und bekommt dann eine Mitteilung, welches Auto mit welchem Kennzeichen uns am aktuellen Standort abholt. Ach, der Preis steht auch gleich dabei. Colle Sache finde ich. Die Bezahlung erfolgt direkt per App (Kreditkarte, PayPal etc.) inkl. eventuellen Tip.

Hier die Route aus der App und unser B & B.

Vor Sonnenuntergang, heute um 17.32 Uhr, sind wir dann noch ans Wasser und eine Kleinigkeit Essen und Trinken gegangen. Die Empfehlung kann von der Rezeptionistin unseres B & B, die uns total herzlich und freudig begrüßt hat. Das Essen war super, aber Essen wird nicht fotografiert bei uns, Bier schon: :-)))

Abreisetag

Die letzte Nacht haben wir wider Erwarten gut geschlafen (doch gar nicht sooooo aufgeregt), ausgiebig gefrühstückt und jetzt geht alles schnell. Die letzten Sachen müssen noch gepackt werden, Kühl- und Gefrierschrank abgetaut und und und, und dann geht es endlich los.

Zur Orientierung hier noch einmal die grobe Flugroute:

Der Ranger ist auch nicht mehr weit weg vom Cap der guten Hoffnung entfernt und wird immer noch zwei Tage nach uns in Port Elizabeth ankommen.

Wir haben uns für die Wartezeit in einem netten kleinen Bed & Breakfast Hotel mit Swimmingpool und 10 Minuten zu Fuß bis zum Meer eingebucht. Dort können wir uns erst mal akklimatisieren und in Ruhe die Stadt besichtigen bevor es dann wieder in den geliebten Ranger geht. :-))

Von dort werden wir uns dann wieder melden. Bleibt uns gewogen ;-) und bis bald!!!

letzte Vorbereitungen

Bild

So langsam steigt unsere Nervosität und wir haben schon einmal mit dem Probepacken begonnen.

Männergepäck, mit ca. 8 kg allerdings ohne Zahnbürste und Rasierer ;-)

Frauengepäck, auch erst 12,5 kg. Nur der Kulturbeutel fehlt noch und wiegt bestimmt 2,5 kg. Da bin ich aber mit 15 kg gut dabei. Das nenn ich minimalistisch :-))).

Handgepäck ist auch recht übersichtlich:

 

 

 

Verschiffung von Bremerhaven

Wir haben unseren Ranger gewienert und geschruppt für die große Reise und am 13.Juni 2019 geht es los nach Bremerhaven. Angekommen in Bremerhaven gab es dann die wirklich „letzte“ Wäsche.

Die Wäsche ist zwingend erforderlich, weil keine Erde oder Sand an nach Südafrika eingeführten Fahrzeugen haften darf. Südafrika hat Angst vor der europäischen Maul und Klauenseuche. Bei unserem Fahrzeug gestaltet sich die Unterbodenreinigung besonders schwierig, weil das Fahrzeug eine Unterbodenkonservierung aus Wachs besitzt. Hier klebt der Dreck besonders gut dran :-(

Nach getaner Arbeit genehmigen wir uns in der Letzten Kneipe vor New York noch ein anständiges Mittagessen und fahren zur vorgeschrieben Besichtigung des Rangers durch einen sogenannten Survey.

Besichtigung und Zollformalitäten gehen schnell und schon steht der Ranger im Überseehafen in guter Gesellschaft zur Verladung bereit. Bis hierher dürfen wir selber fahren. Den Rest erledigen die Fahrer der Bremer Lagerhaus Gesellschaft.

Seabridge

Nach ausführlicher Recherche haben wir uns für die Verschiffung mit Seabridge entschieden. RoRo erschien uns als die günstigste und einfachste aller Varianten. Unsere Fragen bei Seabridge wurden immer prompt beantwortet und auch im Netz finden sich überwiegend positive Erfahrungen.

Die Landrover Defender Fraktion bevorzugt Container Verschiffung, da deren „Wohn- und Gepäckraum“ auf RoRo Schiffen immer frei zugänglich wäre. Unsere Wohnkabine kann jedoch verschlossen bleiben. So kommt unterwegs (hoffentlich) nichts weg. Nur der Fahrgastraum bleibt frei zugänglich und sollte möglichst leer und ohne Wertsachen sein.

Für unser Fahrzeug müssen ca. 5500,- € hin und zurück kalkuliert werden. Darin ist auch der Agent in Südafrika und Bremerhaven enthalten. Die genaue Berechnung der Überfahrt findet ihr auf der Seite von Seabridge.

Die Verschiffung RoRo nach Namibia ist etwas günstiger, wird aber selbst von Seabridge nicht empfohlen, da zu viele afrikanische Häfen zwischendurch angelaufen werden und es dadurch zu Diebstählen kommen kann.